Unglaublich: Ärzte entfernen Gebärmutter, um das ungeborene Baby außerhalb des Mutterleibs zu operieren

Innerhalb dieser rot leuchtenden Kugel, inmitten des steril-blauen Lichts des Operationssaals, erlebt ein ungeborenes Kind gerade einen lebensverändernden Eingriff. Dieses beeindruckende Foto von Béatrice de Géa zeigt eine bahnbrechende Operation, mittels derer ein Geburtsfehler behoben werden soll, während sich das Kind noch in der Gebärmutter befindet. Der 24 Wochen alte Fötus leidet unter einer sogenannten Spina Bifida.

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Bei der Spina Bifida entwickeln sich die Wirbelsäule und das Rückenmark des ungeborenen Kindes nicht richtig. Betroffene Kinder leiden später unter massiven Nervenschäden, haben Schwierigkeiten mit dem Gehen und der Blasenkontrolle und unterliegen stets einem hohen Infektionsrisiko.

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Zeit ist dabei alles: Meist operieren die Ärzte die Wirbelsäule innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt. Und trotzdem können nur 20 Prozent der Patienten später selbstständig gehen. In Houston (USA) haben Ärzte nun diese experimentelle Methode entwickelt, bei der die OP am ungeborenen Kind innerhalb der Gebärmutter, aber außerhalb des Körpers der Mutter vollzogen wird.

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Nachdem sie den Uterus aus dem Körper entnommen haben, führten die Ärzte ein winziges Teleskop, eine Kamera sowie ein Greifwerkzeug ein, um den Fötus richtig sehen zu können – sowie außerdem ein helles Licht, welches das tiefrote Leuchten auf dem Foto erzeugt. Die Ärzte entfernten das Fruchtwasser und pumpten die Gebärmutter mit Kohlendioxid auf, um Platz für die OP zu schaffen.

Mittels einer Live-Übertragung durch die Kamera konnten sie Wirbelsäule und Rückenmark des 900 Gramm leichten Fötus „flicken". Nach drei Stunden schien diese revolutionäre Fötus-Operation erfolgreich abgeschlossen zu sein. Dennoch werden die Ärzte erst dann Gewissheit haben, wenn das Baby geboren ist. Wenn alles gut geht, wird der kleine Junge am 14. Januar des nächsten Jahres auf die Welt kommen.