Sicherheitstraining mit Spaß für Groß und Klein


Wir steuern endlich und unaufhaltsam auf die schönste Zeit des Jahres zu, den Sommer. Unsere Kinder werden immer mehr Zeit draußen verbringen mit Toben, Schwimmen und Fahrradfahren. Damit diese schöne Zeit unbelastet bleibt, und sie die Kinder gefahrlos überstehen, sollten die Eltern jetzt gemeinsam mit ihren Kindern in aller Ruhe ein paar Sicherheitsregeln durchgehen, insbesondere beim Thema Radfahren.

Mit Spiel und Spaß auf den Straßenverkehr vorbereiten

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Nur wenige Kinder benutzen ihr Fahrrad rund ums Jahr. Im Normalfall wird das Vehikel nur in der warmen Jahreszeit gefahren. Da kann ein Kind schon mal die eine oder andere wichtige Verhaltensregel im Straßenverkehr vergessen. Deshalb ist es ratsam, die ersten Fahrten nach dem Winter gemeinsam zu machen, am besten an einem ruhigen Wochenenden, wenn es keinen nervigen Berufsverkehr gibt. Neben der wichtigen technischen Kontrolle des Fahrrades ist der Sinn der Sache die wiederholte Abfrage der Verhaltensregeln und die direkte Umsetzung entsprechender praktischer Übungen.

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Damit die Kinder sich dabei nicht langweilen und wirklich bei der Sache bleiben, sollten die Eltern dies spielerisch gestalten. Dabei übernehmen die Kinder beispielsweise die Rolle des Verkehrspolizisten und prüfen sehr streng, ob ihre Eltern jede Regel genau beachten. Je kleiner die Kinder sind, desto ernsthafter und gegebenenfalls auch länger (mit Wiederholungen) sollte das Verkehrstraining durchgeführt werden, denn kleine Kinder können die Gefahren nicht selbst einschätzen.

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Im Fokus stehen sollen vor allem jene konkreten Strecken, die die Kinder später allein fahren werden, zum Beispiel von der Wohnung zur Grundschule oder zur Oma. Nachdem die Strecke gemeinsam geübt wurde, fahren dann die Kinder alleine vor, und die Eltern kontrollieren in gebührendem Abstand das Verhalten der Kinder. Auf keinen Fall darf danach eine "Standpauke" stattfinden, sondern die ruhige Analyse jeder einzelnen Verkehrssituation, bei der die Kinder auch gelobt werden sollen, wird die Kinder für alle Facetten der Gefahren sensibilisieren.

Schuld und Sühne

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Als Beispiel möchten wir hier eine typische Gefahrensituation anführen, die uns besonders am Herzen liegt: Das Rechtsabbiegen wird vermeintlich als sehr einfache, überschaubare Verkehrssituation eingeschätzt. Das ist aber nicht mehr der Fall, sobald ein größerer Lastkraftwagen (Lkw) ins Spiel kommt. Da der Lkw aufgrund seiner Länge oftmals die Ecke abschneidet und ein Fahrrad direkt neben der Beifahrerseite vom Fahrer selten gesehen werden kann, kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen das Kind samt Fahrrad von den Hinterrädern des Lkw überholt und dabei überrollt wird. Auch dann, wenn der Lkw zwischen den Rädern mit langen, glatten Seitenteilen ausgestattet ist, kommt es zumindest zur schmerzhaften Berührung.

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Es ist daher viel gewonnen, wenn unsere Kinder verstehen, dass der Autofahrer manchmal, und dabei spielen auch das Wetter oder die Dunkelheit eine große Rolle, gar keine Chance hat, das Fahrrad rechtzeitig zu sehen. Unfälle geschehen nicht aus Böswilligkeit des Autofahrers, und auch die Klärung der Schuldfrage sollte nicht in den Vordergrund gestellt werden, sondern jeder, auch und gerade das Kind, kann dazu beitragen, Unfälle zu verhindern, gegebenenfalls unter Verzicht auf die eigene Vorfahrt.

Helme retten Leben

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Zur Vorbildfunktion der Eltern gehört auch das Helmtragen auf dem Fahrrad. Hat man sich einmal daran gewöhnt, es ist wie das Anschnallen vor dem Starten des Autos, spürt man den ohnehin leichten und gut belüfteten Fahrradhelm nicht mehr. Um das Ganze gerade auch für Kinder noch attraktiver zu machen, sind viele Helmtypen heute mit interessantem und auch sinnvollen Zubehör wie LED-Licht ausgestattet, was die Vielfalt des Angebots ordentlich bereichert.

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Vor dem Kauf eines Kinderhelms muss unbedingt die Passform genau geprüft werden, dieses Kriterium ist als Schutzfunktion sehr viel wichtiger als eine ansprechende Farbe oder das schicke rosa blinkende Lämpchen. Leider sind die Größenangaben bei Fahrradhelmen alles andere als einheitlich, sodass der direkte Kauf im Fachgeschäft immer besser ist als eine Bestellung im Internet. Woran man sich aber sehr wohl halten kann, das sind die Angaben zum Kopfumfang. Dazu muss man allerdings auch wissen, wie der Kopfumfang gemessen werden soll. Im Ergebnis darf zwischen dem Kopf und der Helmschale kein Zwischenraum entstehen. Die Riemchen müssen ebenfalls in ihrer Länge optimal auf das kleine Gesicht eingestellt werden, und es haben sich breite Riemen aus hautfreundlichen Materialien gut bewährt.