Mobbing & Co. - sollen Eltern die Bestrafung filmen?


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Du hast auch ein Problemkid, das ständig Ärger macht? Bei aller Kinderliebe, aber ohne Strafe geht es einfach nicht immer - nicht zuletzt auch bei Mobbing. Schule, Sportverein, Jugendtreff: Drangsalieren, Verspotten und Ausgrenzen bedeutet für Kinder und Jugendliche mit das Schlimmste, das ihnen passieren kann. Das Mobbingopfer leidet gerade in diesem Alter darunter ganz besonders. Hier gilt es schnell zu reagieren: Als Erste sind hier dann Lehrer, Trainer und nicht zuletzt eben die Eltern des Mobbers gefragt. Am Besten sollte dieser zur Rede gestellt und nach dem Grund für sein unsoziales Verhalten gefragt werden. Leider hält auch eine Aussprache mit dem Übeltäter nicht immer vom Weitermobben ab. Dann bleibt nicht mehr viel übrig, als über eine nachhaltig wirksame Strafe nachzudenken.

Oder soll man etwa doch lieber auf eine allmähliche Einsicht des unsozialen Sprösslings hoffen? Nachfolgend ein Beispiel aus den USA für eine besondere elterliche Maßnahme gegenüber ihrem kleinen Mobber. Bryan Thornhill aus dem Bundesstaat Virginia ging hier zur Bestrafung seines mobbenden Sohnes Hayden einen ganz ungewöhnlichen Weg - und löste damit zugleich eine hitzige öffentliche Debatte aus. Der Junior hatte auf Anordnung des Fahrers aus seinem Schulbus aussteigen müssen. Thornhill griff durch, filmte die ganze Strafmaßnahme hierfür, ja stellte sie sogar auch noch ins Netz.

Das bin ich, Bryan Thornhill

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Auf dem Bild hier ist Videoteiler Bryan Thornhill zusammen mit Haydens fast gleichaltriger Schwester Michelle im Hintergrund zu sehen. Vielleicht musste die Schwester zur Abschreckung ihren unfreiwillig zur Schule joggenden Bruder ja gleich vom nachfolgenden Familienauto aus mitansehen.

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Nach der Ursache für seinen Rausschmiss vom Bus befragt, gab der 10-Jährige an, dort andere Kinder beleidigt und deswegen ein dreitägiges Schulbus-Verbot bekommen zu haben. Von dieser Antwort entsetzt entschied sich Bryan schnell für Nulltoleranz gegenüber seinem mobbenden Problemkid. Hayden wurde nun nicht, wie vielleicht zu vermuten, von seinem Vater die nächsten 3 Tage mit dem Auto zum Unterricht gebracht - es kam für den Junior etwas anders.

Hayden und Bryan beim Baseball

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So sieht man Kinder doch viel lieber: Artig und nett bei gemeinsamen Unternehmungen. In ihrer unmittelbaren Gegenwart kennen wohl alle Eltern ihr Kind hauptsächlich von der Schokoladenseite. Sind Mama und Papa nicht mehr in der Nähe kann das Verhalten der Kids aber auch schon mal weniger nett ausfallen.

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​Haydens Erziehungsprogramm lautete: Die ganze restliche Woche morgens und nachmittags jeweils 1,6 km zu Fuß in die Schule und nach Hause - nein, nicht bloß gehen, sondern joggen! Bryan ist nämlich grundsätzlich überzeugt, auch mit 10 Jahren sollte man bereits zu der Einsicht gelangen: Erst denken, dann handeln. Doch damit nicht genug in Sachen Erziehungsmaßnahme: Der Vater folgte seinem zum in die Schule joggen "verurteilten" Sohn im Auto mit laufender Kamera nach.

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Und Bryan setzte anschließend nochmals eins drauf: Das im Netz geteilte Video zeigte Hayden sogar im heftig strömenden Regen in die Schule laufen. Der Grund: An diesem Tag hatte er sich ekelhaft gegenüber seiner Schwester Michelle benommen. Obgleich von zahlreichen anderen Eltern als doch zu drastische Strafe empfunden - es wirkte tatsächlich. Bald schon konnten die Lehrer von einem deutlich gebesserten und disziplinierterem Verhalten Haydens im Unterricht berichten. Für Bryan ist dies natürlich das Resultat seiner eigenwilligen Erziehungsmaßnahme.

Joggen im Regen - selbst schuld

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Bestimmt gar nicht lustig für Hayden heute im Dauerregen Richtung Schule joggen zu müssen - und dasselbe wieder zurück. Aber Bryan kennt da keine Gnade - der kleine Mobber hat sich seiner Meinung nach diese Strafe letztlich ja selbst so ausgesucht. Bryans Botschaft in seinem Video an alle Eltern: Schreckt auch mal vor einer außergewöhnlichen Strafe nicht zurück - Hauptsache, es hilft. Viele besorgte Väter und Mütter sahen das anders. Einige seiner Kritiker zeigten sich teilweise sogar schockiert über die harte und sogar noch öffentlich gemachte Maßnahme im Regen gegenüber seinem Sohn. "Schon richtig so ... Würde ich auch so machen" etc. - wenig erstaunlich erhielt Bryan im Netz aber auch viel Zuspruch und Verständnis für sein Handeln. Der hier so strenge Vater bekräftigt zudem, seinen Sohn immer zu lieben und auch mit einer Bestrafung wie dieser letztlich nur das Beste für seine Entwicklung zu wollen.

Eigentlich eine harmonische Familie

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Das Foto zeigt Dir Bryan zusammen mit Hayden und Michelle verkleidet für eine Fantasy-Themenparty. Fröhlich lachend blicken dem Betrachter hier zwei offenbar sehr glückliche Kinder samt Vater entgegen. Hayden traut man hier in keinster Weise zu, an Mobbing überhaupt nur denken zu können.

1 Million Internetuser sahen Bryans ungewöhnliches Video inzwischen, über 37 000 Mal wurde es schon geteilt. Gleich hier unten kommt für Dich das Video samt Bryans Kommentaren in Englisch zu der hier mitzuerlebenden Bestrafung seines Sohnes.

Zustimmung, Ablehnung - ja das Bedürfnis, zum Schutz des Kindes hier eingreifen zu müssen: Die Meinungen dazu werden auch bei Dir und Deinen Freunden sicher geteilt sein. Fest steht: Leider geht es gerade bei Kindern dieses Alters nicht immer ganz ohne Bestrafung. Entscheidend ist ihre Einsicht, für auch zukünftige Konsequenzen beim selben Fehlverhalten entsprechend trainieren zu müssen.

Willst Du die Reaktion anderer Leute hierauf testen? Teile das Video dann doch einfach selbst weiter.
Wie Bryan selbst als Kind war, erzählt er uns natürlich nicht. Lass Deiner Phantasie mal freien Lauf - der Apfel fällt nicht weit vom Stamm und so.

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