Mit Kindern regelmäßig Sport treiben


Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kleinen körperlich aktiver wären. Denn fest steht, wer stundenlang vor dem Fernseher hockt oder am Laptop sitzt, wird schneller dick und ist häufiger krank. Doch wie motiviert man Kinder, sich zu bewegen und welche Sportart ist die richtige? Der nachfolgende Artikel gibt einige Tipps.

Gute Gründe zum Sporttreiben

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Jedes Kind kommt mit einem natürlichen Bewegungsdrang zur Welt. Das ist gut so, denn nur durch Bewegung ist der Körper in der Lage, Muskeln aufzubauen und sich fortzubewegen. Leider gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, die Freizeit ausschließlich durch die Beschäftigung des Geistes zu gestalten. Die körperliche Aktivität bleibt auf der Strecke. Gerade sie jedoch fördert die Koordination, stärkt Muskeln und Gelenke, schult die Motorik und baut aufgestaute Energien ab. Anstatt zappelige Kinder bei der kleinsten Auffälligkeit umgehend dem Psychologen vorzustellen und den Bewegungsdrang mit Medikamenten einzuschränken, sollte dem Kind als erste Maßnahme ausreichend Aktivität geboten werden.

Locker an das Training herangehen

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Damit Kinder motiviert an das Training herangehen, muss der Sport Spaß machen. Insbesondere bei kleinen Kindern steht die spielerische Aktivität im Vordergrund. Doch auch die Älteren sollten von den Erwachsenen niemals überfordert werden, sonst drohen körperliche und seelische Überlastungen. Es gibt Tage, da fühlen sich Kinder nicht so gut. Dann überzeugen die Leistungen weniger. Das sollten Eltern akzeptieren. Anstatt zu schimpfen, ist es besser, das Kind nach den Ursachen für die schlechten Ergebnisse zu fragen und es für das nächste Training zu ermutigen. Damit das Training dennoch mit einem Erfolg endet, kann man auf einen spielerischen Wettkampf oder eine andere als die übliche Sportart ausweichen.

Die passende Sportart finden

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Kinder lieben im Allgemeinen die Abwechslung. Daher muss man sich nicht auf eine Sportart festlegen. Bei der Auswahl der Sportarten kommt es darauf an, dass der Körper ganzheitlich gefordert wird. Insbesondere die Bauch- und Rückenmuskulatur sollte gekräftigt werden, da diese die Wirbelsäule in der Balance hält. Viele Kinder leiden bereits im Schulalter unter Rückenproblemen. Diejenigen, die eine starke Bauch- und Rückenmuskulatur besitzen, sind weniger gefährdet. Sofern das sportliche Training mithilfe von Trainingswiderständen, beispielsweise Gewichten, ausgeführt wird, müssen diese auf das Alter und die Konstitution des Kindes abgestimmt werden.

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Viele Übungen lassen sich allein unter Zuhilfenahme des eigenen Körpergewichts effektiv ausführen. Hierbei kommt es weniger auf die Höhe des Trainingsgewichts als auf ergonomische und gleichmäßige Bewegungsabläufe an. Besonders beliebt sind bei Kindern Mannschaftssportarten wie der Ballsport oder das Durchlaufen eines Parcours im Wettstreit mit anderen Sportlern. Zudem gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Mädchen zählen im Unterstufenalter nicht selten den Reitsport und das Tanzen zu ihrem Lieblingssport. Jungen hingegen spielen gern Fußball oder bevorzugen das Inlineskaten.

Unfällen und Verletzungen vorbeugen

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Um die Risiken für Unfälle und Verletzungen zu minimieren, benötigen die Kinder die richtige Trainingsausrüstung. Bei Laufsportarten sind dies in erster Linie passende Laufschuhe, die gut am Fuß sitzen müssen. Der Torwart benötigt Torwarthandschuhe, die seine Hände schützen. Zum Radfahren gehören ein Fahrradhelm sowie ein technisch einwandfreies Fahrrad. Inlineskater sollten nicht ohne spezielle Protektoren auf die Piste gelassen werden. Bei der Auswahl des Zubehörs kommt es weniger auf den Namen des Herstellers an als auf die Verarbeitung und die Passform. Immerhin geht es um die Sicherheit der Kinder.

Sporttreiben mit den Eltern nicht immer erwünscht

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Kleine Kinder treiben gern zusammen mit ihren Eltern Sport. Bei Wettkämpfen freuen sie sich, wenn sie gegen "die Großen" gewinnen. Ab einem gewissen Alter sind sie lieber mit ihresgleichen unterwegs. Es wäre ihnen peinlich, sich mit den Eltern im Schwimmbad oder auf der Laufbahn zu zeigen. Hierfür sollten Eltern Verständnis zeigen. Es kommt eine Zeit, da erinnern sich die inzwischen gereiften Kinder möglicherweise an das einstige gemeinsame Training und möchten an diese Erfahrungen anknüpfen.