Mit Kindern ein Gartenbeet anlegen


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Kinder helfen gern im Garten, sofern die Arbeit nicht zu eintönig ist. Schon früh können die Eltern mit ihnen das erste Beet anlegen, von dem die Kleinen später allein ernten dürfen. Welche Pflanzen sich für das Kinderbeet eignen und was bei deren Pflege zu beachten ist, erklärt der nachfolgende Artikel.

Den Boden vorbereiten

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Das Kinderbeet sollte an einem sonnigen bis halbschattigen Platz angelegt werden, an dem der Boden nach dem Winter schnell abtrocknet. Zunächst wird es abgesteckt. Kinderbeete sind eher schmal, damit die Kleinen von beiden Seiten an die Pflanzen reichen und nicht zwischen den Reihen herumtrampeln müssen. Ist der Boden stark verdichtet, wird er umgegraben. Lehmige Böden profitieren von einer Vermengung mit Sand. Zu leichte Böden können mit reifem Kompost aufgewertet werden. Anschließend wird der Boden eingeebnet und von Unkräutern befreit.

Kräuter mit allen Sinnen genießen

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Für das Kinderbeet eignen sich Pflanzen, deren Teile nicht giftig sind. Hinsichtlich ihrer Bedürfnisse an das Licht und die Bodenverhältnisse sollten sie auf den Standort abgestimmt werden. Beinahe alle Kräuter bevorzugen den sonnigen Stand und brauchen nur selten gegossen werden. Dies erspart aufwändige Pflegearbeiten. Kräuter schmecken nicht nur, sie duften auch aromatisch und schmücken sich teilweise mit bunten Blüten. Besonders beliebt sind unter anderem der Schnittlauch, der Lavendel, der Thymian oder die Kapuzinerkresse.

Blumen

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Blumen dürfen im Kinderbeet nicht fehlen. Auch hier sollte den ungiftigen Gewächsen der Vorrang gegeben werden. Gänseblümchen beispielsweise öffnen ihre Blüten bereits im zeitigen Frühjahr. Sie locken die ersten Bienen und Hummeln an. Kinder lernen schnell, die Tiere aufmerksam zu beobachten.

Einjährige Sommerblumen sind ideal für das Kinderbeet, weil sie im Handel bereits als kräftige Pflanzen angeboten werden, die sich einfach ins Beet setzen lassen. Natürlich kann man Sommerblumen auch selbst aussäen und die Jungpflanzen im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorziehen. Die Kinder können dann an der Entwicklung ihrer Gewächse von Anfang an teilhaben und unter Anleitung das Gießen und Auspflanzen übernehmen. Sind die ersten Pflanzen abgeblüht, werden sie durch andere ersetzt. So kommt im Kinderbeet keine Langeweile auf.

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Rosen eignen sich für das Kinderbeet nicht. Sie benötigen viel Pflege, an ihren Dornen könnten sich die Kinder verletzen. Sonnenblumen sind eine gute Alternative. Ihre leuchtend gelben oder gelb-braunen Blüten sorgen für gute Laune. Zudem lassen sich die Kerne für Salate, Pestos oder Suppen verwenden beziehungsweise im Winter an die Wildvögel verfüttern. Einige Sonnenblumenkerne bewahrt man als Saatgut für das kommende Jahr trocken und dunkel auf. Das Kind kann die Samentüten selbst basteln, beschriften oder bemalen.

Die Blüten von Löwenmäulchen finden Kinder interessant, weil sie sich bei leichtem seitlichen Druck wie das Maul eines Löwen öffnen. Weitere geeignete Blütenpflanzen sind Kornblumen, Gewürztagetes, Taglilie oder Phlox.

Obst und Gemüse zum Naschen nicht vergessen

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Natürlich möchten Kinder in ihrem Beet auch ernten. Beerenobst-Sträucher in unmittelbarer Nähe zum Beet sorgen für Windschutz und laden zum Naschen ein. Weiße Johannisbeeren enthalten weniger Säure als die roten. Die schwarzen schmecken besonders aromatisch. Am besten wirken verschiedene Sorten in der Kombination. Kinder probieren gern unterschiedliche Geschmacksrichtungen durch. Heidelbeeren und Erdbeeren eignen sich für das Kinderbeet, da sie mehrfach beerntet werden können.

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Radieschen lassen sich bereits im zeitigen Frühjahr direkt ins Beet aussäen. Sie wachsen zügig, so dass die Kinder die Erfolge ihrer Arbeit bald genießen können. Erbsen sind bei allen Kindern beliebt, deshalb dürfen sie im Kinderbeet nicht fehlen. Nach dem Auflaufen benötigen sie eine Stütze aus Reisig. Bohnen gehören nicht ins Kinderbeet. Im rohen Zustand sind sie giftig! Auch Tomatenblätter dürfen nicht verzehrt werden. Daher sind die Pflanzen erst für größere Kinder geeignet.

Die Beete von Kindern sollten grundsätzlich keinen chemischen Düngern, Insektiziden oder Pestiziden ausgesetzt werden. Kompost und natürliche Präventionsmaßnahmen sind ebenso bewährt.

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