Menschliche Evolution: Diese 15 Körperteile wird der Mensch auf Dauer verlieren

Jeder lebende Organismus verändert sich im Laufe der Zeit. Dies gilt nicht nur für einzelne Individuen, sondern auch für komplette Arten und Spezies. Survival of the fittest, wie Darwin es nannte, ist hier das Stichwort. Über Generationen hinweg werden durch die Evolution Lebewesen immer besser an ihre Umwelt angepasst.

Die Hälse der Giraffen wurden immer länger, Falter nahmen die Farben ihrer Umgebung für eine bessere Tarnung an, Clownfische bildeten eine perfekte Symbiose mit Seeanemonen. Von ihrer Anpassungsfähigkeit hängt das Überleben einer Spezie an. Nützliche Eigenschaften werden in einem selektiven Prozess gefördert, unnütze aussortiert. Diesem Prozederre ist auch der Mensch unterworfen.

Nicht mehr im selben Maße wie unsere Vorfahren, da die Entstehung und Fortentwicklung von Zivilisation und Technologie gewisse Mechanismen abschwächte oder ganz außer Kraft setzte - ein Kurzsichtiger erhält inzwischen eine Brille statt blindlings in ein Wolfsrudel hineinzulaufen - aber dennoch ohne Zweifel noch immer sichtbar. Hier sind 15 Körperteile die der Mensch nicht mehr braucht - und die er im Laufe der Zeit verlieren wird.

 

 

 

 

Die Körperbehaarung

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Gleichwarme oder endotherme Tiere, also solche die selber Wärme produzieren und ihre Körpertemperatur unabhängig von der Außentemperatur selbst regulieren, haben in der Regel ein Fell oder Federkleid. Dank Kleidung bist Du auf nichts davon angewiesen. Ist dir kalt, ziehst du einfach einen Pulli an. Körperbehaarung ist nicht mehr nötig und verschwindet zunehmend.

Die Nasennebenhöhlen

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Die Funktion der Nasennebenhöhlen ist noch nicht eindeutig geklärt, vermutlich diente sie aber der Vergrößerung des Schädels, ohne das Gewicht signifikant zu erhöhen. Inzwischen sind sie aber vor allem ein Risikoherd für zahlreiche Infektionen. Daher tendieren moderne Menschen bereits zu immer kleineren Nasennebenhöhlen – und vielleicht werden sie bald ganz verschwinden.

Der äußere Ohrmuskel

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Vielleicht kennst du jemanden, der mit seinen Ohren wackeln kann. Diese Fähigkeit verdanken sie einem evolutionären Überbleibsel, den äußeren Ohrmuskeln. Andere Säugetiere, wie Hasen oder Katzen haben diesen Muskel noch und können mit dessen Hilfe ihre Ohren ausrichten, um Geräusche aus verschiedenen Richtungen besser aufzunehmen. Beim Mensch sind sie überflüssig.

Die Weisheitszähne

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Geschwollene Backen sind an Oberstufen kein seltenes Bild: Zahllose Weisheitszähne werden Jahr für Jahr entfernt. Heute ist das sehr spät erscheinende Quartett zusätzlicher Zähne überflüssig und lediglich ein potentielles Risiko für Entzündungen, welches bei immer weniger Menschen überhaupt erst auftaucht.

Der Nackenknorpel

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Gerade einmal ein Prozent der Weltbevölkerung hat noch die sogenannten Nackenknorpel, eine Reihe den Rippen ähnlicher Knochen am oberen Ende der Wirbelsäule. Der Knorpel kann nur auf einer oder aber auf beiden Seiten auftauchen. Jene, die ihn noch haben leiden häufig unter Nervenschäden im Alter.

Der Musculus palmaris

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Der Musculus palmaris longus oder langer Hohlhandmuskel war ein zum Klettern enorm nützlicher Muskel. Da Klettern inzwischen nur noch ein Freizeitspaß und nicht mehr überlebensnotwendig ist, ist die vererbbare Genmutation, in deren Folge nur noch 11% der Bevölkerung mit ihm geboren werden, nicht weiter tragisch oder gefährlich.

Die männlichen Nippel

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Anders als ihr weiblicher Counterpart erfüllen die Nippel bei Männern keinen biologischen Zweck. Der Evolution werden sie aber – im Gegensatz zu den anderen Beispielen auf dieser Liste – aber eher nicht zum Opfer fallen. Denn obwohl Mann sie nicht braucht entwickeln sich Embryos zunächst weiblich. Und deswegen auch weiterhin mit Nippeln.

Der Haarbalgmuskel

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Gänsehaut entsteht durch kleine Muskeln in deiner Haut, die die Haare aufrichten um Wärme besser zu speichern. Durch das nicht-vorhandene Fell bei uns und der ohnehin zurückgehenden Körperbehaarung ist auch der sogenannte Haarbalgmuskel überflüssig und droht im Laufe der Zeit gänzlich zu verschwinden.

Der Blinddarm

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Die tatsächliche Funktion deines Blinddarms ist noch nicht bekannt. Vermutlich ist er aber ein Teil des Immunsystems, welcher nur unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz kommt. Fakt ist aber auch, dass ein erwachsener Mensch problemlos ohne ihn leben kann, weswegen auch er in Zukunft immer weiter zurückentwickelt werden könnte.

Das dreizehnte Rippenpaar

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Gorillas und Schimpansen haben 13 Rippenpaare – und du auch, wenn du zu den acht Prozent gehören solltest. Nur ein Bruchteil der Menschheit hat noch das zusätzliche Knochenpaar unterhalb der letzten Rippe, der jedoch keine Funktion mehr besitzt. Und somit fällt auch diese Besonderheit durchs Raster und wird immer seltener werden.

Die Zehen

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Der aufrechte Gang ließ Zehen unwichtiger werden und jetzt, da die Balance immer mehr durch die Innenseite der Füße kontrolliert wird werden sie langsam aber sicher überflüssig. Die gute Nachricht: Deine Urururenkel werden sich vielleicht nicht mehr die Zehen an Möbelstücken stoßen können.

Das Steißbein

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Am unteren Ende der Wirbelsäule sitzt das Steißbein: das letzte Überbleibsel früherer Ruten und Schwänze. Es besteht aus drei bis fünf eng aneinander liegenden Wirbeln, hat aber heute ohne entsprechende Fortführung bzw. Verlängerung keine Bedeutung mehr und wird aller Voraussicht nach kleiner und kleiner und letztlich endgültig verschwinden.

Das dritte Augenlid

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Nachtaktive Tiere besitzen für gewöhnlich eine weitere Membran zum Schutz ihrer Augen. Diese braucht der Mensch nicht mehr. Was von diesem dritten Augenlid nur noch übrig ist, ist eine kleine Falte im inneren deines Augenlids. Wie lange noch, wird die Zukunft zeigen.

Darwins Point

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Der Darwin-Point oder Darwin-Ohrhöcker ist ein evolutionäres Überbleibsel des einstmals spitzen Säugetierohres. Die zusätzliche Falte am Ohr ist heute nicht funktionstragend und auch wenn er noch bei einem beachtlichen Teil der Bevölkerung vorhanden ist, so wird dieser vermutlich weiter schwinden.

Der Unterschlüsselbeinmuskel

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Der Unterschlüsselbeinmuskel half dem Menschen sich auf allen Vieren fortzubewegen. Im Zuge der Hominisation, also der Menschwerdung, entwickelte sich vor mehreren Millionen Jahren bei den Vorfahren des Homo Sapiens der aufrechte Gang. Dieser machte den Unterschlüsselbeinmuskel überflüssig, weswegen heute die meisten Menschen ihn bereits nicht mehr haben.

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