Komische Dinge, die im Mittelalter als normal galten

Das Mittelalter ist zugegeben eine schon sehr merkwürdige Zeit gewesen. Man denke nur einmal an die Jagd und schließlich an die Verbrennung von angeblichen Hexen sowie an die Scheinheiligkeit vieler bedeutender Personen, die im Namen Gottes unter anderem sogenannte heilige Kriege führten. Man neigte damals extrem zur Übertreibung. Zu Recht wird das Mittelalter unter anderem auch deshalb als sehr düstere Epoche wahrgenommen.

Vor allem aber auch, da es noch heute einige Dinge gibt, die weder aufgeklärt beziehungsweise in irgendeiner Weise erklärt werden können. Nachfolgend möchten wir nun 14 Dinge vorstellen, die im Mittelalter als völlig normal galten, obwohl diese, zumindest nach unserem heutigen Wissen, völlig absurd sind. Nun gut, auch in der heutigen Zeit gibt es wohl noch einige Dinge, in beispielsweise für uns fremde Kulturen, die als komisch angesehen werden, jedoch sind die 14 nachfolgenden Mythen, wie wir diese Dinge einfach einmal nennen möchten, schon etwas bizarrer.

Bienen galten als Vögel

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Zugegeben, heute ist die Annahme, dass Bienen im Mittelalter als kleine Vögel galten, irgendwie lustig. Jedoch sind weitere Annahmen über die Biene eher nicht so lustig. Man glaubte tatsächlich, dass die verschiedenen Bienenstöcke miteinander im Krieg standen und wenn eine Biene die Gesetzte des Bienenstocks brach, musste diese verbrannt werden.

Kerben in den Zähnen bedeutete Krieger

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Im Mittelalter machten vor allem die Wikinger Kerben in ihre Zähne, da diese glaubten, somit besser kämpfen zu können. Andere Kulturen machten wiederum besonders tapferen Kriegern Kerben in die Zähne, damit ein jeder sehen konnte, dass dies ein echter Krieger ist.

Kinder fühlten keinen Schmerz

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Im Mittelalter glaubte man, dass Kinder keine Schmerzen fühlten können. Dies dachte man vor allem, da das Gehirn der Kinder noch nicht entwickelt war. Dies war im Übrigen auch der Grund, weshalb Eingriffe ohne Betäubung durchgeführt worden sind.

Die Entwicklung des Kindes im Samen des Mannes

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Gerade den Frauen in der heutigen Zeit dürfte die damals gültige Annahme weniger gut gefallen. Man ging nämlich davon aus, dass die Entwicklung des Kindes bereits im Samen des Mannes stattfand und die Frau lediglich als Brutkasten diente.

Tiere konnten auch Kriminelle sein

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Wenn es nicht so traurig wäre, dass vielen Tieren im Mittelalter der Prozess gemacht wurde und diese dann zu Tode verurteilt wurden, wäre es ja schon witzig, ein Tier vor Gericht zu stellen. Beispielsweise wurde eine Raupe beschuldigt die gesamte Ernte zu essen, weshalb sie aus der Stadt Lausanne vertrieben wurde.

Weiterer Kontinent im Pazifik

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Die Osterinseln sollten im Mittelalter der angebliche Beweis dafür sein, dass es im Pazifik einen sehr großen Kontinent gab und dieser langsam im Meer versank. Diesen vermeintlichen Kontinent nannte man im Übrigen Pacifida, Lemuria oder aber auch Mu.

Heilung von Epilepsie durch Gladiatorblut

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Nächster Irrglaube stammt aus dem sehr frühen Mittelalter. Man ging davon aus, dass das Blut von Gladiatoren Epilepsie heilte. Vor allem, weil die Gladiatoren vor ihren Kämpfen Opfer machten, sprach man ihrem Blut viel Kraft und viel Stärke zu.

Der Bieber galt als Fisch

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Da der Bieber sich überwiegend im Wasser aufhält, betrachteten die Menschen im Mittelalter ihn als Fisch. Daher wurde der Bieber gerne gegessen. Zudem waren die Hoden des Bieber sehr beliebt. Man ging davon aus, dass diese medizinische Heilkräfte vorwiesen.

Der gefürchtete Titiwillus

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Gerade Mönche, die zu jener Zeit Bücher abschrieben und somit kopierten, glaubten, dass ein Dämon namens Titiwillus alle jemals begangen Rechtschreibfehler sammelte und ihnen im Angesicht des Todes vorhielt und zudem den Zutritt ins Paradies verweigerte.

Rosenkohl als Heimat von Geister

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Gerade in Großbritannien glaubte man im Mittelalter daran, dass im Rosenkohl Geister lebten. Deshalb wurde vor dem Kochen ein Einschnitt in Kreuzform vorgenommen, da man davon ausgegangen ist, sie somit zu exorzieren. Auch heute noch gibt es diesen Einschnitt, jedoch um die Garzeit zu verringern.

Geburt von Tieren aus dem Nichts

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Gerade Mäuse und auch Ratten sowie Insekten und Würmer, so glaubte man im Mittelalter, entstammen der Erde beziehungsweise aus dem Müll. Ihre Geburt erfolgte somit dem Glauben nach aus dem Nichts und einfach so aus heiterem Himmel.

Separate Bestattung des Herzens

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War man im Mittelalter eine prominente Persönlichkeit und verstarb, so wurde der Körper und das Herz voneinander getrennt bestattet. Was der genaue Beweggrund war ist immer noch strittig. Wissenswert ist, dass die Teilbestattung auch teilweise noch darüber hinaus praktiziert wurde.

Hexen stahlen männliche Genitalien

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Im Malleus Maleficarum stand geschrieben, dass Hexen mit Vorliebe männliche Genitalien stahlen, um diese dann als Haustiere zu benutzen. Man geht heute davon aus, dass das sogenannte Koro-Syndrom für diesen Mythos schuld ist, da es Leute dazu gebracht hat zu glauben, dass ihre Organe verschwunden sind.

Das verbotene Triton-Intervall

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Im Mittelalter war eine gewisse Anzahl von Noten, welche als das Triton-Intervall bezeichnet wurden, von der Kirche aus strengstens verboten. Man ging davon aus, dass diese Melodie den Teufel hervorrufen würde. Wer dennoch das Triton-Intervall spielte und dabei entdeckt wurde, der wurde umgehend verhaftet.

Oben genannte absurden Dinge sollten geteilt und somit für jeden einsehbar werden, damit man mit Bestimmtheit sagen kann, dass es immer schlimmer geht.