Frau bietet sich als Leihmutter an – das kostet sie fast ihr leibliches Kind

Eine kommerzielle Leihmutterschaft wird in den USA immer beliebter, obwohl dieses Angebot nur in einigen Staaten legal ist. Aktuelle Berichte zeigen, dass sich die Zahl der so geborenen Babys zwischen 2004 und 2008 fast verdoppelt hat. Jessica Allen* aus Perris*, Kalifornien erzählt uns ihre ungewöhnliche Geschichte: "Es war im Leihmutter-Vertrag festgehalten, dass ich eine Stunde mit dem Neugeborenen haben sollte, bevor es aus der Entbindungsstation entlassen werden würde.

sb

Ich gebar Zwillinge – zumindest gingen alle von dieser Annahme aus. Ich hatte nach der Geburt nicht einmal einen Blick auf die Babys erhaschen können. Am nächsten Tag zeigte mir Mrs. Liu*, die frischgebackene "Mutter" ein Foto "ihrer" Zwillinge auf ihrem Handy. "Beeindruckend! Sie sehen sehr unterschiedlich aus", sagte ich, bevor sie mir das Gerät entriss. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich den Nagel auf den Kopf getroffen hätte.

startitup

Es stellte sich heraus, dass wir Protagonisten von Superfetation, eines äußerst seltenen medizinischen Vorfalls wurden. Superfetation ist die Möglichkeit, trotz in-vitro-Fertilisation dennoch natürlich schwanger zu werden.

indiatimes

"Ich sehe, dass da noch ein Baby ist", sagte mein Frauenarzt bei einer Ultraschall-Untersuchung. Ein späterer DNA-Test ergab jedoch, dass nur eines der Babys aus der in-vitro-Fertilisation hervorging, das andere aus einer meiner eigenen Eizellen.

scribdassets

Ich sagte der Vermittlungsagentur unmissverständlich: "Wir wollen unseren Sohn", doch wir bekamen ihn nicht. Wir gaben 3.000 Dollar für einen Anwalt aus. Es war ein harter Kampf. Es ist jetzt fast neun Monate her, seit wir unser Kind endlich bekommen haben, und es geht ihm gut. Wir haben ihn Malachi genannt, er ist ein kleiner Wonneproppen.

 

scribdassets

Mein Mann Wardell und ich haben kürzlich geheiratet, doch wir planen vorerst nicht, unsere Familie zu erweitern. Ich bereue nicht, Leihmutter gewesen zu sein, denn das würde bedeuten, meinen Sohn zu verschmähen. Ich hoffe nur, dass andere Frauen, welche eine Leihmutterschaft in Betracht ziehen, aus meiner Geschichte lernen können.

( *sämtliche Namen geändert, Ähnlichkeiten sind rein zufällig)