Erkennungsmerkmale die auf einem hohen Sammlerwert für Euromünzen hinweisen

Das beweisen verschiedene Euromünzen, die bekanntlich erst zum Anfang dieses Jahrhunderts geprägt wurden. Während antike Münzen jedoch als gesetzliches Zahlungsmittel nicht eingesetzt werden können, gelten Euromünzen, auch mit hohem Sammlerwert, noch immer als rechtliches Zahlungsmittel.

Denn hier handelt es sich um reguläre Fehl- oder Sonderprägungen in geringen Stückzahlen. In einigen Fällen wurden die Münzen bewusst für Sammelzwecke hergestellt. Im Sinne von Geld, um damit etwas zu bezahlen, kannst Du dennoch auf nicht mehr als den Nennwert bestehen. Es sei denn, jemand räumt Dir freiwillig einen höheren Wert ein.

Damit Du nicht versehentlich mit einem wertvollen Sammlerstück bezahlst, findest Du auf dieser Seite die wichtigsten Merkmale, an denen Du Euromünzen mit hohem Sammelwert erkennbar kannst. Münzen aus Kleinstaaten wie Monako oder der Vatikanstadt, besitzen aufgrund ihrer Seltenheit generell einen bedeutenden Sammlerwert.

Euromünzen mit unterschiedlicher Eurokarte

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Runter bis zum 10-Cent-Stück besitzen Euromünzen auf der Vorderseite eine Prägung mit der Europakarte. Bei näherem Hinsehen wirst Du feststellen, dass die Karte unterschiedlich dargestellt wird. Einmal wird sie in einem Stück präsentiert und dann wieder als Zerstückelung, indem jedes Land in Fragmenten zu erkennen ist. Griechenland ragt dabei zum Beispiel bis in den Bereich der Ziffer hinein. Hierbei handelt es sich um Münzen die alle vor der Osterweiterung, also vor 2007, geprägt wurden.

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Nach der Osterweiterung, ab 2008, musste eine größere Karte mit den neuen Mitgliedsstaaten gezeigt werden. Aus Platzgründen kam somit nur eine Abbildung der „Eurozone" in einem Stück in Betracht. Das interessante ist nun, dass versehentlich einige Münzen auch in 2008 noch mit der alten fragmentierten Prägung zur Auslieferung kamen. In einem guten Zustand kannst Du für diese Einzelstücke einen Gegenwert von bis zu 600,- Euro erhalten.

Die Grace Kelly-Münze

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Zum fünfundzwanzigsten Todestag von Fürstin Gracia Patricia, wurde im Jahr 2007 die heute wahrscheinlich wertvollste 2-Euro-Münze herausgebracht. Die Gedenkmünze zeigt ein Porträt der ehemaligen Schauspielerin und wurde bewusst als reines Sammlerobjekt geprägt. Heute wird sie, je nach Zustand, mit bis zu 1.500,- Euro und darüber gehandelt, wobei die Produktion auf genau 20.001 Stück limitiert war .

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Bemerkenswert ist auch, dass allein 4.000 Münzen ausschließlich den Besuchern der Grace Kelly–Ausstellung zugänglich waren. Verlangt wurden zunächst 110,- Euro und später 150,- Euro. Dem Münzhandel wurde das restliche Geld zu Verfügung gestellt. Dennoch ist es auch nicht ganz auszuschließen, dass jemand mit der Münze aus Versehen etwas bezahlt hat, da es sich nach wie vor um ein reguläres Zahlungsmittel handelt. Aus diesem Grund solltest Du besonders 2-Euromünzen grundsätzlich genau anschauen, bevor du sie weiter gibst.

Besonderheit der monegassischen Euromünzen

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Monaco ist zwar kein Mitglied der Europäischen Union, dennoch wurde hier der Euro eingeführt, da das Fürstentum zuvor eine Währungsunion mit Frankreich eingegangen war. Von Anbeginn wurden monegassische Euromünzen hauptsächlich in Form von Kursmünzsätzen herausgegeben, also nicht einzeln. Dies hat den Vorteil, dass Du eine komplette Münzserie in einer Schutzverpackung kaufen kannst. Allein dieser Tatbestand zeugt von einer hohen Wertigkeit für Sammler.

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Die Gesamtzahl der für Monaco geprägten Münzen ist streng limitiert, wodurch auch die im regulären Zahlungsverkehr befindenden Münzen einen nennenswerten Sammlerwert erreichen. So hat die erste 1-Cent Prägung von 2001 bis heute einen Wert von 49,06 Euro, während eine 1-Euro-Münze des gleichen Jahres mit fast zehn Euro gehandelt wird. Da jedoch alle monegassischen Euromünzen einen erhöhten Sammlerwert besitzen, solltest Du auch unter diesem Aspekt allen Münzen in Deinem Portemonnaie erhöhte Aufmerksamkeit schenken.

Euromünzen der Vatikanstadt

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Auch der kleinste Staat, die Vatikanstadt, ist nicht Mitglied der EU. Dennoch wurde die Einführung des Euro als offizielle Währung zum ersten Januar 2004 gewährt, da zuvor auch hier, ähnlich wie in Monaco, eine Währungsunion mit Italien bestand. Im Gegensatz zu anderen Ländern, nimmt die Prägungen des Vatikans zudem für Milliarden Gläubige eine besonders hohe Wertschätzung ein. Vor diesem Hintergrund werden vatikanische Münzen ausschließlich in kompletten Kursmünzensätzen herausgegeben.

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Der erste Satz mit dem frühen Prägejahr 2002 und einer Auflage von 65.000 Stück, erreicht inzwischen einen Wert von 848,07 Euro. Eine 1-Cent-Münze aus diesem ersten Satz wird inzwischen mit 65,29 Euro gehandelt. Die 1-Euromünze liegt bei 123,91 Euro. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass bisher fünf Serien mit dem jeweils amtierenden Papst aufgelegt wurden. Also ein Garant dafür, dass nicht nur Münzsammler, sondern auch Millionen Gläubige im Besitz der vollzähligen Serien sein möchten.

Euromünzen aus europäischen Kleinstaaten wie Andorra und San Marino verfügen ebenfalls über limitierte Prägeauflagen, was zur Wertsteigerungen beiträgt.
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