Ein schwarzes Halsband hat eine Bedeutung - weißt Du eigentlich welche?

Sie sind zeitlos, modisch, elegant und durch ihr zumeist samtiges Material sehr bequem zu tragen - doch diese schmucken Halsbänder, die so leidenschaftlich von der holden Damenschaft getragen werden, erzählen eine Geschichte.

Viele Stars, wie beispielsweise Miranda Kerr oder Kendall Jenner sind von den auch als Kropfband bezeichneten Halsbändern begeistert. Und vielleicht sogar du?

Für gewöhnlich haben sie zumindest eine Breite von etwa drei Zentimetern und ein kleines Schmucksteinchen in der Mitte. Optisch sind sie zu jeder Art deiner Kleidung tragbar; egal ob du Jeans und T-Shirt, einen Hosenanzug im Businesslook oder ein elegantes Abendkleid auf einem Ball trägst. Außerdem spricht ihr robustes Material für einen Kauf, denn die Kropfbänder sind äußerst langlebig.

Es gibt sie in unterschiedlichen Musterungen, die bestimmt auch deinen Geschmack treffen: geblümt, ein durchgehendes Samtband, in Karo gemustert, aus dickem Leder, in Farbe oder auch einfach nur transparent. Sie schmeicheln deiner Haut und eignen sich mitunter sogar für Allergiker.

Wieso sind Kropfbänder so beliebt?

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Sie sind individuell und alles andere als alltäglich; zudem gibt es unzählige verschiedene Modelle, von denen bestimmt eines dein Auge betört. Ihre dezenten Schmucksteinchen, die mitunter auch eine andere Farbe als das Halsband selbst haben, können und oft locker daran hängen, sorgen für ein wenig Auflockerung und Eleganz beim Tragen.

Das Standardmodell

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Das ursprüngliche Modell eines Kropfbandes ist sehr dünn und etwa drei Zentimeter breit. Es besteht aus Samt und glänzt, du solltest es aber nicht waschen, da sonst die Fasern verfilzen. Ein bis drei Steinchen schmücken dein Halsband und sorgen für den Blickfang beim Tragen. Daraus entwickelten sich mit der Zeit verschiedene Ausführungen.

Schlichte Modelle ohne Steinchen

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Du kannst auch einfache Kropfbänder ohne Schmucksteinchen kaufen. Sie liegen zu einhundert Prozent direkt an deinem Hals an und sind vor allem dann zum Tragen geeignet, wenn du Kleidung an dir hast, die selbst schon durch ihr Design sehr hervorsticht. Ein dezentes Halsband bildet sodann einen angenehmen Ausgleich zur optischen Erscheinung.

Der Erwerb

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In Onlineshops findest du solche Bänder auch häufig unter dem Begriff "Choker". Der Begriff bezeichnet einen engen Halsreifen und betitelt auch eine längere einreihige Perlenhalskette. Heutzutage werden aber auch die Kropfbänder, Muschelketten oder Samthalsbänder als solche bezeichnet. Zusätzlich zu den Onlineshops finden sich die Schmuckstücke auch in vielen städtischen Schmuckgeschäften.

 

Welchen Hintergrund haben diese Halsbänder nun?

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Kropfbänder sind sehr verbreitet in der Fetischszene. Vor allem Lederbänder, die mit dem berühmt-berüchtigten Ring der O geschmückt sind, sind in dieser Szene sehr beliebt. Sie stellen deine eigene sexuelle Position im Sinne der Dom/Sub Spiele dar. Der Ring der O bezeichnet üblicherweise die Unterwürfigkeit gegenüber dem Partner oder der Partnerin.

Die heftige Tatsache:

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Dieses Ritual kommt ursprünglich von der bösen Thematik des Sklavenhandels. Die Person, die das Halsband trägt ist demnach der Unterworfene, während jene Person mit der Leine der dominante Part ist und bestimmt, was mit dem Unterworfenen geschieht. Dieses Ritual lässt den Dominanten in seine Lieblingsrolle tauchen, wie aber auch den Devoten.

Traditionsreiche Halsbänder

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Der Halsschmuck findet aber auch bereits in klassischen Traditionen Anwendung: sie sind zum Beispiel in der Trachtenwelt Österreichs und Bayerns ein angenehmes Accessoire, das zu jedem Dirndl passt - ob kurz, lang, bunt oder einfarbig. Wie auch bei den Trachten selbst, waren die ersten Träger in Kombination mit Dirndln die Salzburger.

Gesundheitliche Makel

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Früher wurden die Kropfbänder auch gerne getragen, um einen sogenannten Kropf (auch als Struma bezeichnet) zu verstecken. Es handelt sich dabei um eine Art vergrößerte Schilddrüse, die durch das Breite Band gut verdeckt werden konnte. Gerade bei besonders festlichen Anlässen erwies sich die Verwendung eines solchen Bandes als äußerst vorteilhaft.

 

Die Betonung

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Ein Kropfband ist nicht nur schick anzusehen, sondern vor allem dazu gedacht, ein hohes und flaches Dekolleté zu kompensieren. Je höher das Dekolleté, desto tiefer sollte das Kropfband getragen werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Je höher es getragen wird, desto intensiver sticht das hohe Dekolleté der Trägerin hervor.

Rokoko

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In der Rokokko-Zeit waren die Halsbänder bereits präsent; jedoch in bunter Ausführung und zumeist mit einer großen Schleife an der Vorderseite. Dies erleichterte das Verstecken deiner Narben oder deiner Struma, da wesentlich mehr davon verdeckt wurde. Damals lagen die Bänder jedoch enger an und schnitten mitunter die Luft ein wenig ab.

Die Revolution

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Von den einst aus Rüschen und Schleifen bestehenden Stoffbändern, die die hohen Dekolletés zur Geltung bringen und Narben verbergen konnten, veränderten sich die Bänder zu den heute aus Samt oder Leder angefertigten und vergleichsweise schmäleren Modellen, die hauptsächlich in der Fetischszene oder von Goths getragen werden.

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Und in den 1980er und 1990er Jahren waren Medaillons, eng anliegende Perlenketten und schwarze Samtbänder in Mode gekommen, die heute wieder vornehmlich von jungen Menschen aufgegriffen wird.