Ein Geschwisterchen kommt - Lässt sich Eifersucht vermeiden?


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Einzelkinder wünschen sich häufig nichts sehnlicher als einen Bruder oder eine Schwester. Doch bereits in der Schwangerschaft kann es zu Eifersüchteleien mit dem Ungeborenen kommen. Ist das Baby erst da, zeigt sich das Kind nicht selten stur und besitzergreifend. Wie lassen sich derartige Verhaltensänderungen vermeiden? Der nachfolgende Artikel gibt Aufschluss.

Das Kind zum richtigen Zeitpunkt über die Schwangerschaft informieren

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Zwei Gründe sprechen dagegen, das Kind unverzüglich nach dem Bekanntwerden von Mamas Schwangerschaft darüber zu informieren, dass es ein Geschwisterchen bekommt. Kleinen Kindern fehlt ohnehin das Zeitgefühl für derartige Dimensionen. Auch dem älteren Kind kommen neun Monate unheimlich lang vor. Letztlich besteht auch immer die Gefahr, dass in der Schwangerschaft etwas schief gehen kann. Deswegen sollte das Thema zum richtigen Zeitpunkt angesprochen werden. Bei den Größeren kann das der Moment sein, zu dem sich die Rundungen von Mamas Bauch nicht mehr übersehen lassen. Das kleine Kind braucht erst kurz vor der Geburt seines Geschwisterchens von der Schwangerschaft zu wissen.

Das größere Kind an der Schwangerschaft teilhaben lassen

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In der Vorbereitung auf die Geburt haben Eltern einiges zu erledigen. Das Kinderzimmer für den jüngsten Spross muss eingerichtet werden, die Ausstattung will beschafft sein. Mama muss zu diversen Untersuchungsterminen. Das bedeutet für die Erwachsenen ganz schön viel Stress. Falsch wäre es, das Kind nicht an den Vorbereitungen teilhaben zu lassen, weil die Zeit knapp bemessen ist. Dann reagiert es bereits in dieser Phase eifersüchtig. Besser ist es, das Kind zum Einkauf mitzunehmen und ihm beim Aussuchen der Ausstattung ein paar Freiräume zu lassen. Außerdem sollte die Familie sich Zeit für die gemeinsame Freizeitgestaltung nehmen. Dann fühlt sich das Kind nicht ausgegrenzt.

Die Schwangerschaft kindgerecht erklären

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Obwohl die Sexualerziehung heute bereits im Kindergarten beginnt, dürfte es unsinnig sein, dem Kind den genauen Ablauf einer Schwangerschaft zu erklären. Kleine Kinder geben sich mit dem Wissen zufrieden, dass in Mamas Bauch ein Geschwisterchen heranwächst. Zur Veranschaulichung können altersgerechte Bilderbücher verwendet werden. Ist das Kind größer, interessiert es sich sicherlich für die Bilder der Ultraschalluntersuchungen. Eventuell besteht sogar die Möglichkeit, Mama zu so einem Termin zu begleiten. Dies sollte jedoch zuvor mit dem behandelnden Gynäkologen abgestimmt werden. Die Einzelheiten der Geburt müssen Kinder nicht kennen.

Das Kind in die Baby-Pflege einbeziehen

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Ist das Baby da, ist das ältere Kind zunächst stolz. Es möchte das Geschwisterchen auch auf dem Arm halten, ihm die Flasche geben und beim Wechseln der Windeln helfen. Dies sollte man ihm nicht verbieten. Wichtig ist, ihm den richtigen Umgang mit dem Baby zu zeigen und die Kleinen zu beaufsichtigen. Dennoch wird es sich nicht vermeiden lassen, dass sich das Hauptaugenmerk auf das Baby konzentriert. Im Gegenzug sollte das ältere Kind die besondere Aufmerksamkeit erhalten, wenn das Baby schläft.

Um jeden Preis auffallen, wenn Besuch kommt

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Nicht selten kommt es vor, dass das ältere Kind sich in den Mittelpunkt stellen möchte, wenn Besuch ins Haus kommt. Das ist kein Wunder, schließlich gratuliert dieser der Mutter und dem Vater und lobt anschließend das Baby. Eltern dürfen ruhig erwähnen, dass sich alle gemeinsam über den Zuwachs freuen und im Beisein des Kindes betonen, wie dankbar sie für dessen Hilfe bei der Pflege und für sein Verständnis sind. Dann fühlt sich dieses bestätigt, sein Selbstbewusstsein steigt. Dass das Kind in derartigen Situationen trotzdem dazu neigt, besonders laut zu spielen, dass es in die Baby-Sprache verfällt oder aus einem unersichtlichen Anlass zu weinen beginnt, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist nicht unnormal. Derartige Reaktionen werden am besten übersehen. Schimpfen Eltern hingegen, provozieren sie das Kind, weil es sich unverstanden fühlt. Hier heißt es, locker zu bleiben. Oft lässt sich eine angespannte Situation mit einer spaßigen Bemerkung retten.

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