Das Kind auf den Schulbesuch vorbereiten


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Die meisten Kinder sehen dem Schulbesuch mit Freude entgegen. Sie wollen endlich das Lesen und Schreiben erlernen und zu den Großen gehören. Damit dem Kind die Mitarbeit im Unterricht leichter fällt, können Eltern im Vorfeld Hilfestellung geben. Wie sie ihren Sprössling am besten auf den Schulalltag vorbereiten, erläutert nachfolgender Artikel.

Körperliche und geistige Entwicklung des Kindes reell einschätzen

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Viele Eltern wünschen sich, dass ihr Kind so früh wie möglich eingeschult wird. Sie gehen davon aus, dass es bereits im Alter von fünf oder sechs Jahren die körperliche und geistige Reife für den Schulbesuch besitzt. Möglicherweise kann es tatsächlich schon ein wenig lesen, schreiben oder rechnen. Eltern sollten jedoch bedenken, dass das Kind im Unterricht jeweils eine dreiviertel Stunde lang stillsitzen und sich konzentrieren muss. Die gelingt jüngeren Kindern nur selten. Nicht umsonst haben Fachleute das optimale Alter für die Einschulung auf sieben Jahre festgesetzt. Eine wertvolle Hilfe beim Einschätzen der Fähigkeiten der Kleinen sind die Kindergärtner/innen, die jeden Tag Umgang mit den Kindern haben. In Watte packen sollten Eltern ihren Sprössling allerdings nicht, indem sie das normal entwickelte Kind um ein oder zwei Jahre von der Schule zurückstellen. Dann nämlich würde es sich im Kindergarten langweilen, da es sich unterfordert fühlt.

Geduld und Ausdauer spielerisch erlernen

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In der Vorschule lernt das Kind auf spielerische Art das Zählen bis zehn und seinen Namen zu schreiben. Außerdem trainiert es, sich für einen gewissen Zeitraum ruhig zu verhalten und den Anweisungen der Kindergärtnerin beziehungsweise Vorschullehrerin zu folgen. Geduld und Ausdauer können auch zu Hause gefördert werden, indem das Kind mit dem Malen oder Ausmalen von Bildern beschäftigt wird. Auch das Zuhören beim Vorlesen hilft, das Stillsitzen zu üben. Am besten gelingt das ruhige und aufmerksame Zuhören übrigens, wenn sich das Kind zuvor austoben durfte.

Das Kind zur Selbständigkeit erziehen

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Einige Eltern sind so sehr auf das Wohl ihrer Kinder bedacht, dass sie ihnen jeden Wunsch von den Augen ablesen und alle Aufgaben für sie erfüllen. Dabei kann das Kind im Kindergartenalter bereits im Haushalt mithelfen. Es wird selbständiger, wenn es regelmäßige Arbeiten wie das Mithelfen beim Tischdecken, das Füttern der Katze oder das Staubwischen im eigenen Zimmer übernimmt. Selbstverständlich muss das Kind von den Erwachsenen noch kontrolliert werden. Überfordern dürfen Eltern ihre Kinder bei diesen Tätigkeiten nicht. Niemand kann verlangen, dass das Vorschulkind schwere körperliche beziehungsweise langwierige Arbeiten verrichtet. Einfache Aufgaben im Wechsel mit Zeiten für Spiel und Bewegung fördern die Entwicklung des Kindes am besten.

Motorische Fähigkeiten des Kindes trainieren

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Viele Kinder werden den heutigen Anforderungen im Sportunterricht nicht gerecht. Das liegt daran, dass sie sich bereits im Kindergartenalter unzureichend bewegen. Die Tendenz zu sitzenden Tätigkeiten setzt sich nach der Einschulung fort. Übungen wie die Rolle vorwärts, das Hinken auf einem Bein oder das Slalom-Laufen verlangen den Kindern dann enorm viel Kraft ab. Bedenken sollten Eltern auch, dass unsportliche Kinder nicht selten von ihren Mitschülern gehänselt werden. Um vorzubeugen lohnt es, mit den Kindern im Vorschulalter Geschicklichkeitsspiele durchzuführen, regelmäßig spazieren zu gehen, gymnastische Übungen zu erlernen oder gemeinsam ein Stück durch den Wald zu laufen. Auch das Basteln fördert die motorischen Fähigkeiten.

Dem Kind keine Angst vor der Schule machen

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Hat das Kind mal keine Lust auf die Vorschule oder erledigt es eine Aufgabe nicht zur Zufriedenheit, wäre es falsch, wenn Eltern ihm mit der Schule drohen würden. Sätze wie: "Dein Lehrer wird dir schon zeigen, wo es lang geht." oder "Warte ab, bis du zur Schule kommst." würden das Kind unnötig verunsichern. Besser ist es, das Kind zur Ruhe kommen zu lassen und es nach einer Weile neu zu motivieren. Auch Eltern müssen bei der Erziehung Geduld und Ausdauer beweisen.

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