Bilder, die dich an der Realität zweifeln lassen werden

In der heutigen Zeit sind wir es gewohnt, dass Fiktion oftmals viel spannender ist als das tägliche Leben.

Die Technik im Grafikbereich ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sich ganze Welten künstlich kreieren lassen. Dabei werden nicht selten die Grenzen der Realität überschritten.

Vor allem im Internet wimmelt es nur so von Fotomontagen, die uns absurde Szenarien präsentieren. Durch die Masse an bearbeiteten Bildern sind wir inzwischen so gepolt, dass wir bei fast jedem erstaunlichen Bild an Photoshop denken. Doch manchmal ist es tatsächlich die Realität, die über ihre Grenzen hinaus zu wachsen scheint und dem Betrachter schier unglaubliche Eindrücke vermittelt.

Im Folgenden wirst du beeindruckende Aufnahmen sehen, die beweisen, dass die Imposanz der Realität oftmals keiner Bildbearbeitung bedarf.

Verbogene Bahnschienen

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Im Jahre 2010 wurde die kanadische Stadt Christchurch in der Region Canterbury von einem heftigen Erdbeben erschüttert. Mit einer Stärke von 7,1 war das sogenannte Darfield-Erdbeben das verheerendste Erdbeben Neuseelands seit dem Jahre 1931. Wie schwer dieses Beben gewesen sein muss, lässt sich an diesem erschreckenden Foto erahnen. Durch die heftigen und rasanten Erschütterungen wurden diese Bahnschienen verformt, als würden sie aus Gummi bestehen. Die schlangenlinienförmige Deformation der Schienen sorgte in zahlreichen Internetforen für Furore, weil viele Menschen die Aufnahmen für das Werk eines Photoshop-Experten hielten. Inzwischen ist durch mehrfache Aufnahmen erwiesen, dass diese Formationen echt sind.

Imposanz und Bedrohung

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Tornados sind in Kansas keine Seltenheit. Während sie im Allgemeinen eher Angst und Schrecken verbreiten, gibt es auch Menschen, die Freude an dem Nervenkitzel verspüren. Sogenannte Sturmjäger machen sich auf den Weg zu besonders heftigen Wirbelstürmen, um beeindruckende Aufnahmen zu ergattern oder einfach die Lust am Abenteuer zu genießen. Im Jahre 2004 machte der Meteorologe und Sturmjäger Eric Nguyen eine ganz besondere Entdeckung. Ein Wirbelsturm und ein Regenbogen trafen sich zu einem außergewöhnlichen Schauspiel am grauen Himmel. Dank der Sonne, die durch ein Loch in der Unwetterfront dringen konnte, brach der Regen das Licht und erzeugte diesen wunderschönen Regenbogen. Dass der Tornado sich mit ins Bild schob, ist ein seltsamer, aber sehr ansehnlicher Zufall.

Starke Persönlichkeit

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Dieses morbide Bild zeigt weder eine Fotomontage, noch liegt hier irgendein Trick vor. Der Amerikaner Billy Owen ist tatsächlich dazu in der Lage, seinen Finger über den Mund durch seine rechte Augenhöhle zu stecken. Durch eine schwere Form von Nasenrachenkrebs verlor der junge Mann im Jahre 2009 einen großen Teil seiner rechten Gesichtshälfte. Als die Ärzte das Karzinom entdeckten, gaben sie Billy nur eine 10%ige Überlebenschance. Doch anstatt aufzugeben unterzog er sich der schwerwiegenden Operation. Die Folge davon war ein riesiges Loch an der Stelle seines früheren Augapfels. Viele Menschen wären anhand dieses Handicaps vermutlich verzweifelt. Billy hingegen machte das Beste aus seiner Lage und startete mit einer gehörigen Portion Humor eine Karriere als Zombie-Darsteller in zahlreichen TV-Produktionen und Freakshows. Mit seiner bemerkenswerten Art, sein Schicksal zu verarbeiten macht er vielen Betroffenen Mut.

Verbogene Bäume

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Bei diesem Bild fühlt sich der Betrachter direkt in einen mysteriösen Fantasy-Film versetzt. Doch hierbei handelt es sich nicht um das Setting einer Filmproduktion, sondern um einen real existierenden Wald. Der Gryfino Forest, auch unter dem Namen "Krummer Wald" bekannt, befindet sich an der Grenze von Polen zu Deutschland. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich über etwa 1,7 Hektar Wald und birgt insgesamt 94 deformierte Kiefern. Durch ihre 90 Grad-Krümmung, die etwa 20 cm über dem Boden beginnt, wirkten die Bäume wie verdrehte Fragezeichen. Warum die Kiefern so verformt sind, ist nicht bekannt. Es gibt jedoch einige Theorien dazu. Die eine besagt, dass diese Bäume absichtlich so gezüchtet worden seien, um ein perfekt geformtes Grundmaterial für Möbel oder Schiffe zu haben. Laut der anderen resultiert die Krümmung eher aus einem frühen Fällen der ersten Austriebe des Stammes.

 

Deformiertes Haus

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Bei diesem schmelzenden Gebäude werden die meisten Menschen sofort an Photoshop denken. Aber das augenscheinlich deformiert Haus war im Jahre 2008 tatsächlich so in der französischen Hauptstadt zu bewundern. Paris gilt als Stadt der Künstler und der Extravaganz. Kein Wunder, dass sich die Franzosen nicht mit einer gewöhnlichen Abdeckplane zufrieden geben. In der Avenue George V wurde ein Apartmentgebäude mit dieser witzigen Bauplane ausgestattet, die mit ihren Formen an die Werke von Salvador Dalí erinnert. Mit diesem verrückten Anblick haben die Franzosen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen -- die unschönen Bauarbeiten am Haus wurden ansehnlich abgedeckt und so manch ein Passant wird sich irritiert gefragt haben, ob man ihm was in den Kaffee getan hat.

Die Spuren des Feuers

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Im Jahre 2010 kam es in der russischen Siedlung Rudnja bei der Oblast Wolgograd zu einer verheerenden Serie von Waldbränden. Dieser Strommast wurde bei dem Feuer so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass seine Überreste an den Kabeln frei in der Luft schwebten. Im Zusammenhang mit den Feuern stellte Greenpeace Russland ein Team zusammen, das sich für die Löscharbeiten im gesamten Krisengebiet einsetzte. So konnte auch ein schlimmeres Unglück an dieser Stromleitung verhindert werden. Das Bild wurde von dem Fotografen Igor Podgorny gemacht, dem nach der Veröffentlichung im Netz sofort eine Bearbeitung des Bildes mit Photoshop vorgeworfen wurde. Weitere Aufnahmen der Gegend beweisen aber, dass dieses Foto absolut authentisch ist.

Gestrandet

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Manch einer wird sich fragen, wie dieses riesige Luxusschiff auf den Hügel gekommen ist. Wurde es durch eine gigantische Welle in die Höhe befördert oder handelt es sich hierbei um eine billige Fotomontage? Die Antwort ist viel simpler, denn das große Kreuzfahrtschiff ist in Wirklichkeit ein Gebäude. Zu sehen ist das "Sun Cruise Resort", ein Luxushotel in Jeongdongjin an der Küste von Südkorea. Warum man auf die Idee kommt, ein Hotelschiff an Land zu erbauen, ist einfach erklärt. Da viele Menschen bei Kreuzfahren den Wellengang nicht vertragen und seekrank werden, sollen sie trotzdem in den Genuss eines Kreuzfahrterfahrung kommen können. Nicht nur dank des weiten Meerblicks wird den Besuchern ein authentisches Erlebnis garantiert. An Bord werden regelmäßig Meeresgeräusche abgespielt und die Pools sind mit Salzwasser gefüllt.

Lebensechter Wolf

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Wer könnte diesen treuen Wolfsaugen schon widerstehen? Es bedarf eines zweiten Blickes, um zu merken, dass der flauschige Wolf nicht echt, sondern eine Plüschfigur ist. Das Bemerkenswerteste an der Skulptur ist aber, dass sie komplett aus Pfeifenreinigern gebastelt wurde. Während viele Menschen als Kindern mit diesen biegsamen Bürstchen herumgebastelt haben, hat die Amerikanerin Lauren Ryan eine echte Profession aus ihrem Hobby gemacht. Bereits als 12-Jährige besuchte die junge Frau verschiedene Bastel-Workshops, in denen sie die Grundlagen lernte. Dabei hatte sie so viel Spaß, dass ihre Entwürfe immer detaillierter wurden. Aufgrund ihrer Tierliebe hat sich Lauren auf Tierfiguren spezialisiert und verdient damit gutes Geld. Kein Wunder, denn allein die detailreiche Ausgestaltung der Felle mit so einfachen Mitteln ist wirklich bemerkenswert.

 

Der Bücherbrunnen

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Bei diesem interessanten Szenario handelt es sich nicht um die Momentaufnahme einer Bibliotheksräumung. Die riesige Flut an Büchern, die hier so formschön aus dem Gebäude zu brechen scheint, ist ein Kunstwerk der Spanierin Alicia Martin Lopez. Auf diesem Bild ist die Installation am Casa de America in Madrid zu sehen, welche nur eine von zahlreichen ähnlichen Inszenierungen der Künstlerin ist. Für ein Gebilde, das mit viel Liebe zum Detail und Kurven ausgestaltet wird, benötigt Alicia rund 5000 Bücher. Die außen hängenden Bücher sind hierbei nur leicht befestigt, sodass auch mal Seiten ausfallen oder stimmungsvoll im Wind flattern. Dadurch wirkt die Skulptur dynamischer.

Verdrehte Welt

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Bei den Arbeiten des Künstlers Philippe Ramette taucht der Betrachter in eine Welt der optischen Täuschungen. Doch im Gegensatz zu den meisten modernen Illusionen benötigt Ramette hierbei keinerlei Bildbearbeitungsprogramme. Er erzeugt reale Aufnahmen, die mit viel Aufwand inszeniert werden und oftmals den Gesetzen der Schwerkraft trotzen. Speziell angefertigte Installationen und die richtige Haltung machen die Bilder perfekt. Die Anstrengung, bei so einer Aufnahme in einer überzeugenden Pose zu bleiben, können die meisten nur erahnen. Philippes Bilder sind real, aber nicht realistisch, was sie zu etwas Besonderem macht. Seine Intention dahinter ist, die Menschen zu einer anderen Sicht auf die Welt zu animieren. Denn eine andere Perspektive schafft oftmals neue Horizonte.

Übers Wasser gehen

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Der Mann auf dem Bild ist nicht etwa eine Reinkarnation von Jesus, die gerade gemütlich über das Wasser spaziert. Es handelt sich hierbei um die größte Salzwüste der Welt, die nicht umsonst auch als "Spiegel der Welt" tituliert wird. Der Salar de Uyuni ist ein ausgetrockneter See in Bolivien, der rund 10.000 Quadratkilometer misst. Während der Regenzeit von Juli bis November ist dieser See meist nur mit einer geringen Wasserschicht bedeckt, die im Zusammenspiel mit den Salzkristallen des mineralhaltigen Bodens eine wunderschöne Spiegelfläche erzeugt. Durch die Reflexion des Himmels auf den Boden scheint es so, als könne man auf Wolken gehen.

Kristallblaue Schönheit

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Diese schöne Aufnahme könnte durchaus von einem fremden Planeten stammen mit ihrer surreal türkisblau untermalten Landschaft. Die Tatsache, dass dieser Ort tatsächlich auf unserer Erde befindet, ist aber nicht das einzig bemerkenswerte an diesem Bild. Der hier abgebildete Balkaisee ist mit über 25 Millionen Jahren als der weltweit älteste Süßwassersee. Während des Winters in Sibirien ist die Gegend nicht selten Temperaturen von bis zu minus 50 Grad ausgesetzt. Hierbei gefriert der See zu einer beeindruckenden Eislandschaft mit sagenhaften Blautönen. Da bei dieser Kälte der Schiffsverkehr lahmgelegt ist, fahren die Anwohner dann mit ihren Autos über die stabile Eisschicht.

 

Gefährliche Kreuzung

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Der Flughafen in Gibraltar wird nicht selten als einer der weltweit gefährlichsten Flughäfen der Welt bezeichnet. Dieses Foto dürfte einen Eindruck vermitteln, wie es zu diesem wenig schmeichelhaften Titel kommt. Bei dem gerade mal 6,5 Quadratkilometer kleinem Staatsgebiet herrscht offenbar ein so akuter Platzmangel, dass man sich für eine sehr pragmatische Lösung entschied. Man legte eine Landebahn des Flughafens direkt über eine öffentliche Verkehrsstraße. Wenn ein Flieger landet oder startet, wird für diese Zeit kurzerhand der Straßenverkehr gestoppt. Eine Konstruktion, die in manchen Köpfen sicher grausame Unfallszenarien auslösen wird.

Match auf dem Wasser

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Rafael Nadal und Roger Federer gelten als die zwei Götter am Tennishimmel. Da ist es kein Wunder, dass es für die beiden eigentlich nichts Besonderes ist, auf dem Wasser zu stehen oder gar ein Tennismatch dort auszutragen. Dennoch war es für die Welt ein bizarrer Anblick, als die beiden Stars sich im Jahre 2010 in der Bucht von Doha in Katar zu diesem besonderen Spiel trafen. Dank einer Plattform, die kaum sichtbar unter dem Wasserspiegel installiert wurde, wirkte es so, als würden sie direkt auf dem Wasser spielen. Mitten im Meer trugen Federer und Nadal bis zur Dämmerung einige Runden aus. Obwohl sie bereits auf Hochhäusern und Schiffen spielten, brachte ihnen dieser neue Streich eine Menge medialer Aufmerksamkeit ein.

Ungewöhnlicher Flugverkehr

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Was für manche Leipziger inzwischen schon zum Alltag gehört, dürfte bei Besuchern aus anderen Gegenden noch regelmäßig für Entsetzen sorgen. Auf der die Autobahn A14 von Magdeburg in Richtung Dresden befindet sich eine Brücke, auf der sich mehrfach am Tag dieses befremdliche Schauspiel ereignet. Hier rollen gigantische Flugzeuge auf einer Autobahnbrücke mitten über die Köpfe der Autofahrer hinweg. Der Grund für die seltsame Installation ist die Zweiteilung des Flughafens. Dank der Brücke wird eine Verbindung geschaffen, über welche die Flieger zu den unterschiedlichen Start- und Landebahnen gelangen können.

Raum der Kontraste

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Für ein Übernachtungserlebnis der speziellen Art sorgt der sogenannte "Panic Room" im Au Vieux Panier Hotel in Marseille. Während die eine Seite des Raumes in sauberem Weiß erstrahlt, ist die andere Hälfte komplett mit bunten Graffitis überdeckt. Hinter der Gestaltung steckt der französische Künstler Roudet Benjamin, der bekannt für seine irren Streetarts ist. Für 135 Euro können Gäste eine Nacht in dem außergewöhnlichen Panic Room verbringen. Doch dies ist nicht das einzige interessante Zimmer, welches das Hotel zu bieten hat. Insgesamt 6 Räume wurden von verschiedensten Künstlern auf ihre einzigartige Art und Weise ausgestaltet.

 

Himmelspost

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Was aussieht wie eine Fusion aus Foto und Comic ist in Wirklichkeit ein reales Kunstwerk, das mitten in den grünen Weiten von Neuseeland steht. Das riesige Gebilde stammt von dem Künstler Neil Dawson und zeigt nur eines seiner vielen surrealen Werke. Bei diesem guten Stück handelt es sich um das Werk "Horizons", das er im Jahre 1994 auf dem Gelände der Gibbs Farm in Kaipara errichtete. Die Skulptur besteht aus bemaltem Stahl und hat eine Höhe von 36 Metern auf 15 Metern Breite. Dank eines Gitters an der hinteren Seite des Werkes wird ein Schatten angedeutet, der dem stählernen Papier noch mehr Dimension verleiht. Der Effekt bleibt in mehreren Blickwinkeln erhalten.

Portal in eine andere Welt

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Bei diesem Bild dürften Fantasy-Fans anfangen zu träumen. Ein Wasserfall in einer imposanten Felsenlandschaft, der augenscheinlich in ein Portal zu einer anderen Welt mündet. Durch die große Ansammlung an zerstäubendem Wasser werden die Strahlen der Sonne im unteren Becken des Wasserfalls mehrfach gebrochen. Hierdurch kommt es zu einem Zusammenfluss mehrerer regenbogenartiger Effekte, die ein wunderbares Farbenspiel in dieser ohnehin schon beeindruckenden Gegend erzeugen. Das Foto wurde im Yosemite Valely aufgenommen, einem Nationalpark in Kalifornien, der berühmt für seine wunderschönen Wasserfälle ist und sicher nicht nur für Freunde von Fantasy-Filmen ein tolles Ausflugsziel bietet.

Kristallpalast

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Dieses Bild zeigt nicht etwa die Kulisse eines Fantasy-Films, sondern die Eishöhlen von Vatnajökull, dem größten Eisgletscher Europas. Durch das im Sommer entstehende Schmelzwasser bilden sich ganze Höhlen, die an den bestehenden Eisgletschern festfrieren. Das Resultat sind mehrere hundert Meter dicke Eisgebilde, die mit ihrer azurblauen Farbe beeindrucken. Diese resultiert aus dem massiven Druck, der von den tieferen Eisschichten ausgeht. Touren durch diese spektakuläre Eiswelt avancierten in den letzten Jahren zu einem regelrechten Touristenhighlight. Ein Effekt, der nicht verwunderlich ist, denn wer würde zu so einem einmaligen Erlebnis schon "nein" sagen?