7 seltsame Verteidigungsmechanismen deines Körpers. Wusstest du das schon?

Manchmal reagiert unser Körper auf wundersame Weise. Alltägliche Dinge wie das Gähnen, Zittern, die Gänsehaut oder unsere Reaktion auf laute Geräusche, sind Phänomene, über die wir gar nicht so richtig nachdenken und als selbstverständlich abtun. Allerdings sind die Funktionen dieser Reaktionen weitaus komplexer, als wir uns das vorstellen. Die meisten dieser Körperfunktionen stammen noch aus einer anderen lang vergessenen Ära, aus Zeiten, in denen wir voll auf unseren Körper und unsere Instinkte vertrauen mussten um zu überleben.

Obwohl wir den menschlichen Körper schon weitgehend erforscht haben, stellen uns ein paar Körperfunktionen noch immer vor Rätsel, die es zu lösen gilt. Manchmal hilft es aber auch schon, aufmerksamer durchs Leben zu wandern, denn die meisten dieser Phänomene haben eigentlich recht offensichtliche Funktionen und Wirkungen. In dieser Liste will ich darauf eingehen, welche unscheinbaren Reflexe unseres Körpers es gibt, welchem Zweck sie dienen und auf welche Art und Weise diese ausgelöst werden.

Das Gähnen

shutterstock

Nach einer Studie aus dem Jahre 2014 gähnen wir, um unser Gehirn abzukühlen. Dabei erhalten wir wortwörtlich einen kühlen Kopf, wir können klarer und effizienter denken. Landläufig wurde seit jeher vermutet, das Gähnen hängt rein mit der Müdigkeit oder Langeweile zusammen, allerdings ist dieses Wissen längst überholt. Werden wir müde, erhöht sich langsam aber stetig die Temperatur unseres Gehirns, also macht es zumindest indirekt Sinn, dass wir Gähnen, wenn wir müde werden.

Das Niesen

shutterstock

Das Niesen ist eine Reaktion des Körpers auf verstopfte Atemwege. Gelangen irritierende Stoffe wie Bakterien, Staub, Pollen oder größere Fremdkörper in unsere Nase, reagiert der Körper mit einem Nieser. Dieser ist im Prinzip nur ein starker Luftstoß, der Fremdkörper aus der Nase schleudern soll.

Die Gänsehaut

shutterstock

Wenn sich die Haare eines Tieres aufstellen, ist das einzig und allein dem Effekt der Gänsehaut zu verdanken. Die Gänsehaut entsteht, wenn die kleinen Muskeln am Grunde unserer Haarfollikel kontrahieren und sich infolge dessen die Haare aufstellen. Heutzutage hat der Effekt kaum noch einen Zweck. Früher, als wir noch wesentlich haariger waren, wirkten wir dadurch aufgebauschter und gefährlicher. Ein weiterer Effekt ist die verbesserte Wärmespeicherung. Durch die aufgestellten Haare konnte sich warme Luft zwischen Haut und Fell ansammeln, so konnten wir uns in den kälteren Jahreszeiten warm halten.

Die Reaktion auf hohe Tonlagen

shutterstock

Jeder kennt und fürchtet es: Der Gedanke an Fingernägel die eine Tafel entlang kratzen. Manche können es ab, doch die meisten zucken zusammen. Und diese Reaktion hat auch einen Sinn, wie Forscher neulich herausfanden. Hohe Frequenzen galten früher, als wir noch auf unsere Instinkte angewiesen waren, als Warnsignale. Noch heute verbinden wir hohe, quietschende Töne als unangenehm, da sich unser Körper auf eine Fluchtsituation vorbereitet.

Die schrumpelige Haut

shutterstock

Wer schon einmal zu viel Zeit im Schwimmbad oder in der eigenen Badewanne verbracht hat, kennt das Problem. Die Haut saugt sich voll und schrumpelt zusammen. Durch kürzlich durchgeführte Tests, konnte der Sinn hinter dieser Reaktion des Körpers erörtert werden. Nasse und rutschige Gegenstände lassen sich durch die schrumpelige Haut viel besser greifen, es erhöht sich also die Griffigkeit unserer Finger.

Das Strecken der Gliedmaßen

shutterstock

Nach einem längeren Nickerchen strecken wir alle unsere Gliedmaßen, denken aber nicht einen Augenblick darüber nach. Instinktiv drücken wir unseren Rücken durch, strecken die Arme in die Höhe und kombinieren diese merkwürdige Bewegung mit einem langen Gähner. Mit dieser Reaktion macht der Körper auf Bewegungsmangel aufmerksam, er möchte den Körper quasi nicht einrosten lassen. Außerdem verbessern wir dadurch unsere Blutzirkulation im Körper und verbessern unsere Laune.

Das Weinen

shutterstock

Weinen wird von den meisten mit einer emotionalen Phase assoziiert, allerdings erfüllt das Weinen weitaus wichtigere Funktionen im Körper. Die Tränenflüssigkeit agiert als eine Art Schutzmembran in unserem Körper, wenn beispielsweise Fremdkörper in unser Auge gelangen. Außerdem wird vermutet, sie schütze unsere Fähigkeit zu sehen. Außerdem können Fremdkörper so aus den Augen gespült werden. Wusstest du, dass die Tränenflüssigkeit die Fähigkeit besitzt, Fremdstoffe, die sich nicht aus dem Auge spülen lassen, auflösen kann?

Unser Körper ist zu unglaublichen Dingen fähig und wird von uns kaum wahrgenommen. Teile diesen Artikel um andere aufzuwecken und auf die Fähigkeiten unseres Körpers aufmerksam zu machen.